5 typische Fehler beim Fotografieren mit dem iPhone und wie Du sie vermeidest

Beim Fotografieren mit dem iPhone machen Hobby-Knipser die immer gleichen Fehler. Alex Lörtscher, Profi-Fotograf aus Uster und Gründer des Handy Photo Clubs, stellt Dir fünf typische Fehler vor, die Du vermeiden solltest, wenn Du mit Deinem iPhone fotografierst.

Motiv im Bild: Moutainbiker auf Erkundungstour im Engadin fotografiert im Gegenlicht mit einem iPhone.
Motiv im Bild: Moutainbiker auf Erkundungstour im Engadin fotografiert im Gegenlicht mit einem iPhone.

Mit den Fehlern im Hinterkopf gelingen Dir die Bilder gleich viel besser – und aus dem Hobby-Knipser wird schon fast ein Profi-Fotograf. Was viele nämlich nicht wissen: Für ein gutes Bild braucht es nicht immer eine teure Fotoausrüstung, wie sie sich nur ein Profi-Fotograf leisten kann und will. Oft reicht bereits ein iPhone aus, um Bilder zu machen, die im Gedächtnis bleiben.

Knipsen vs. Fotografieren

Du denkst Dir sicherlich – knipsen oder fotografieren, das ist doch dasselbe! Denkst Du etwas länger über die beiden Begriffe nach, wirst Du schnell merken, dass der eine Begriff eher negativ (knipsen), der andere positiv (fotografieren) konnotiert ist.

Für Profi-Fotograf Alex ist knipsen kurz das iPhone aus der Hosentasche ziehen, die Kamera-App öffnen und zehnmal auf den Auslöser zu drücken. Ohne das Auge für Führungslinien, einige wenige Einstellungen und das Abwarten für den richtigen Moment. All das sind schon typische Fehler, die Du beim Fotografieren – oder besser gesagt: beim Knipsen – machst.

Vom Knipsen zum Fotografieren ist es nicht weit. Du musst nicht Fotografie studiert oder eine Ausbildung als Fotograf absolviert haben, um gute Fotos zu schiessen. Meist reichen einige wenige Kniffe und Tipps, die Du beherzigst. So gelingen tolle und einzigartige Bilder im Urlaub, von Freunden oder in der Natur.

Die fünf häufigsten Fehler beim Fotografieren

Bevor Du Zugang zu über 50 Tipps rund um die Fotografie von Alex erhältst, erfährst Du, welche fünf Fehler beim Fotografieren Du unbedingt vermeiden solltest. Das ist der erste Schritt zu Bildern, die Dir und Deinen Liebsten im Gedächtnis bleiben.

Fehler #1: Fehlendes Motiv

Der erste und einer der häufigsten Fehler kommt am laufenden Band vor. Es wird ein schönes Bild einer Landschaft geknipst (oder fotografiert) – doch etwas auf dem Foto fehlt.

Es ist in der Regel das Motiv. Beispielsweise werden Berglandschaften oder Seen fotografiert, meist jedoch ohne Bezugspunkt (Motiv). Bei einem See könnte das beispielsweise ein Fischer sein oder Deine Begleitung, die sich im Bild positioniert. Bei einem Bergbild kann es ein Tier oder ein einzelner Baum sein.

Das Motiv macht ein Bild erst spannend.

Dem Bild oben (ohne Motiv) fehlt es an Ausdruck während das Bild unten (mit Motiv) eine «Geschichte» erzählt und beim Betrachter eine Interaktion auslöst.
Dem Bild oben (ohne Motiv) fehlt es an Ausdruck während das Bild unten (mit Motiv) eine «Geschichte» erzählt und beim Betrachter eine Interaktion auslöst.

Fehler #2: Schlechte Bildbearbeitung

Meist wird nicht das volle Potenzial der Bildbearbeitung ausgeschöpft. Ebenfalls ein oft gesehener Fehler: es wird bei der Bildbearbeitung übertrieben und dutzende Filter und Effekte schmälern die Schönheit des Bildes.

Du wunderst Dich womöglich, warum dieser Fehler als typischer Fehler beim Fotografieren auftaucht – ist es doch eigentlich einer nach dem eigentlichen Akt der Bilderstellung. Die Antwort ist einfach: Auch die Nachbearbeitung gehört zum Fotografieren.

Viele verwenden die falschen Apps oder kennen sich nicht mit der Funktionsweise von Effekten aus. Das ruiniert oftmals eigentlich schöne Fotos.

Zu viel Bildbearbeitung: Oft wird bei der Bildbearbeitung übertrieben. Die Details im Bild verschwinden, die Bildqualität wird mangelhaft und die Wirkung ist «sureal».
Zu viel Bildbearbeitung: Oft wird bei der Bildbearbeitung übertrieben. Die Details im Bild verschwinden, die Bildqualität wird mangelhaft und die Wirkung ist «sureal».

Fehler #3: Fehlerhafter Bildaufbau

Ein Bild besteht unter anderem aus einem Motiv und Hintergrund, das hast Du bereits beim ersten Fehler gelernt. Doch es gehört noch mehr dazu: Licht und Schatten sowie Führungslinien sorgen für eine gelungene Bildkomposition.

Vielen sind die Wirkungen von Formen, Farben, Licht und Schatten nicht bekannt. Dadurch werden klassische Fehler gemacht, die in «schlechten» Bildern resultieren. Die Wirkung, die das am ehesten beschreibt: «Es fehlt an Ausdruck im Bild!»

Braucht es Farbe im Bild? Nicht immer... Schwarweissfotos (mit Motiv) haben etwas spannendes, mystisches und  lösen beim Bildbetrachter immer auch etwas aus.
Braucht es Farbe im Bild? Nicht immer... Schwarweissfotos (mit Motiv) haben etwas spannendes, mystisches und lösen beim Bildbetrachter immer auch etwas aus.

Fehler #4: Keine Kenntnis der Kamerafunktionen und Einstellungen

Kennst Du Dich mit den Funktionen Deiner iPhone-Kamera aus? Der vierte Fehler beim Fotografieren ist einer, der zu jederzeit vermeidbar ist. Schaue Dir einmal in Ruhe die Einstellungen Deines iPhones und seiner Kamera an. RAW, Fokus, Korrigieren der Belichtung – hast Du das alles vor der sprichwörtlichen Linse, um die Einstellungen so vorzunehmen, dass es Deinem Bild gerecht wird?

Es gibt noch eine Einstellung, die wichtig beim Fotografieren ist: Deine persönliche Einstellung. Wenn Du Bilder machen möchtest, die bleiben, musst Du fotografieren – und weniger knipsen.

Bei einem «Live-Photo» werden zusätzlich zum eigentlichen Foto auch die Momente unmittelbar vor und nach der Aufnahme festgehalten.
Bei einem «Live-Photo» werden zusätzlich zum eigentlichen Foto auch die Momente unmittelbar vor und nach der Aufnahme festgehalten.

Fehler #5: Qualitätsverluste durch Teilen auf Social Media

Hast Du tolle und eindrucksvolle Bilder geschossen, willst Du sie teilen und Freunden, der Familie und Followern auf Social Media zeigen. Vollkommen zurecht! Doch hier lauert ein weiterer Fehler.

Vorsicht beim Teilen Deiner Fotos in den sozialen Medien: Oft werden die Fotos da komprimiert und haben dann eine schlechtere Bildqualität.
Vorsicht beim Teilen Deiner Fotos in den sozialen Medien: Oft werden die Fotos da komprimiert und haben dann eine schlechtere Bildqualität.

Oft werden Fotos geteilt und die Originale gehen verloren. Gleichzeitig leidet mit jedem Teilen und Versand über Facebook, Instagram, E-Mail & Co. die Qualität. Sichere daher Deine Originale, dass Du jederzeit darauf Zugriff hast.

Wer weiss, vielleicht möchtest Du bald ein Fotobuch erstellen oder eines der Bilder rahmen lassen.

Sichere Dir noch mehr Tipps rund ums Fotografieren

Du kennst jetzt fünf typische Fehler beim Fotografieren – und kannst beim nächsten Mal mit Deinem iPhone bessere Fotos machen, versprochen!

Willst Du noch mehr Tipps rund ums Fotografieren? Alex hat Dir 50 Gratis-Tipps zusammengestellt, mit denen Du die Wirkung Deiner Bilder auf das nächste Level heben kannst. Viel Spass beim Anwenden der Tipps und Fotografieren!

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